Until Dawn
★★★★★
Filmkritik
Until Dawn ist die Verfilmung des gleichnamigen PlayStation-Spiels und wurde von Sony Pictures produziert. Die Vorlage ist vor allem für ihre Entscheidungen, verzweigten Handlungsstränge und das Prinzip „wer überlebt?“ bekannt.Das Spiel lebte genau von diesen Elementen und zog den Spieler damit tief in die Geschichte hinein. Umso größer war die Erwartung an den Film. Leider geht dieser einen ganz eigenen Weg. Statt sich an der Vorlage zu orientieren, erzählt er eine eigenständige Geschichte, die kaum Bezug zum Spiel erkennen lässt. Bekannte Charaktere fehlen fast vollständig, und auch die emotionale Tiefe bleibt aus. Dadurch fällt es schwer, eine echte Verbindung zur Handlung aufzubauen.
Die Story wirkt über weite Strecken oberflächlich und teilweise wenig durchdacht. Einige Szenen erscheinen konstruiert, Dialoge wirken banal, und wiederkehrende Elemente sorgen eher für Ermüdung als für Spannung. Die eingesetzten Jumpscares sind vorhersehbar und können die fehlende Tiefe kaum ausgleichen. Was im Spiel durch Entscheidungen und Konsequenzen getragen wurde, wirkt hier wie eine Aneinanderreihung typischer Horror-Elemente.
Die Diversität der Figuren wirkt leider sehr aufgesetzt, fast wie Quota-Casting. Amerikaner, Europäer, Asiaten – scheinbar nur ausgewählt, um international Märkte wie Brasilien oder Japan mitzunehmen. Das lenkt sichtbar von der Handlung ab und wirkt im Gegensatz zu Spielen wie Until Dawn oder Filmen wie Romulus, bei denen Diversität organisch eingebaut ist, eher störend.
Technik - 4K UHD BluRay
Sound
Der Sound gehört zu den besseren Aspekten des Films. Die Abmischung ist insgesamt solide, besonders im Bassbereich kann der Film überzeugen. Der Subwoofer wird gezielt eingesetzt und verstärkt in intensiven Szenen die Atmosphäre spürbar. So entsteht zumindest akustisch ein gewisses Maß an Spannung.Bewertung: ★★★★★
Bild
Auch visuell hinterlässt der Film einen guten Eindruck. Das Bild ist klar und kontrastreich, Licht und Schatten werden gezielt eingesetzt, um eine düstere Stimmung zu erzeugen. Die Kameraarbeit unterstützt die Atmosphäre und sorgt für einige gelungene visuelle Momente.Bewertung: ★★★★★
Fazit
Technisch gibt es wenig zu kritisieren: Bild und Sound bewegen sich auf einem guten Niveau und tragen zur Gesamtwirkung bei. Inhaltlich bleibt der Film jedoch deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück.Insgesamt ein Film, der seine Vorlage nicht gerecht wird und deutlich enttäuscht.
Film: ★★★★★ Sound: ★★★★★ Bild: ★★★★★